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Geografisches über Salbke

Die Elbe bildet die Ostgrenze des Stadtteils. Der niedrigste Punkt Salbkes befindet sich am Elbufer und beträgt 47 Meter. Der höchste Punkt Salbkes, mit 81,4 Meter, befindet sich am Spionskopf, in unmittelbarer Nähe zu den Sohlener Bergen. Nördlich der Hermannstraße befindet sich der Stadtteil Fermersleben. Südlich reicht Salbke bis an die Welsleber und die Thüringer Straße. Westlich grenzen die Stadtteile Hopfengarten und Beyendorf-Sohlen an, getrennt durch die Bahnlinie nach Halberstadt bzw. durch den Sülze-Fluss. Im weiteren Verlauf durchquert die Sülze den Stadtteil in Richtung Osten und mündet in die Elbe. Während sich im Laufe der Zeit die Wohnbebauung hauptsächlich entlang der Durchgangsstraße Alt Salbke entwickelte, liegen jenseits der Bahnstrecke nach Leipzig, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen. Ausnahmen bilden hierbei, neben den Siedlungen Lüttgen-Salbke und Wolfsfelde, einige weitere kleine Siedlungsstraßen. Im Norden von Salbke, teilweise auf Fermersleber Gemarkung, befindet sich der Salbker See. 

 

Salbker See

Salbker See

Salbker See im Dämmerlicht

Westlich der Elbe, zum großen Teil auf Fermersleber Grund liegend, entstand im letzten Jahrhundert durch den Abbau von Kies, der Salbker See, welcher eigentlich aus den beiden Seen I und II besteht.  

Bereits seit 1972 dient der 32,6 Hektar große Salbker See I als Badegewässer. Es entstand das „Naherholungszentrum Salbker See“. Aus Kostengründen entschied sich die Stadt Magdeburg im Jahre 2003, den Betrieb und die Bewirtschaftung des am südwestlichen Ufer gelegenen Freibades einzustellen. Das Areal ist nunmehr z.T. an den "Sport- und Kulturverein MeriDian e.V." verpachtet. 

Im Salbker See I befinden sich zwei Inseln. Man findet auch heute noch einen schönen Sandstrand vor, welcher (inoffiziell) in FKK- und Textilstrandbereiche aufgeteilt ist. Auch wenn das Baden am See offiziell untersagt wurde, finden sich stets Badegäste ein, die neben dem Baden auch die ruhige naturnahe Atmosphäre am Stadtrand schätzen. Auf dem brach liegendem Gelände gibt es einen Kinderspielplatz und eine Beachsportanlage. Bringt man ein Netz mit, kann man es dort aufspannen und auf dem Beach-Volleyballfeld prima spielen.

Nördlich des Salbker Sees I befindet sich der, etwas später entstandene Salbker See II. Dort werden aufgrund der rechteckähnlichen Form des Sees viele Kanu- oder Drachenbootregatten ausgetragen. 

Der Salbker See dient auch als Angelgewässer. Es finden sich auch Hecht und Aal. Zwischen See und Elbe verläuft der westelbische Radweg.

Lüttgen Salbke

Lüttgen Salbke

Lüttgen-Salbke ist ein Ortsteil Salbkes und grenzt im Westen an den Magdeburger Stadtteil Hopfengarten und im Norden an Fermersleben, sowie den zu Salbke gehörenden statistischen Bezirk Friedrich-List-Straße an. Im Osten schließen sich die ebenfalls zu Salbke gehörenden Ortsteile Gewerbegebiet Salbke und Alt Salbke an. Im Süden wird das Gebiet durch die Ortsteile Sohlener Berge und Am Spionskopf begrenzt.
In Lüttgen-Salbke, wozu auch die Siedlung Wolfsfelde gehört, leben 1335 Einwohner (Stand 2001). Die Fläche beträgt 1,4072 km², so dass die Einwohnerdichte ungefähr 949 Einwohner je km² beträgt. Die Siedlung ist vorwiegend durch Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Der Ausländeranteil beträgt 0,3 % (2001). Die Arbeitslosenquote liegt etwas unter dem Magdeburger Durchschnitt. Nachdem Salbke 1910 nach Magdeburg eingemeindet worden war, begann man noch vor dem 1. Weltkrieg mit der Bebauung des in einem Winkel von Eisenbahnstrecken (Magdeburg-Halle) gelegenen Gebiets. Von 1922 bis 1933 wurde das Konzept einer von Bernhard Lippsmeier für die Heimstätten-Baugesellschaft entworfenen Gartenstadt, allerdings nur zum Teil, umgesetzt. An gebogenen Straßenzügen (Beyendorfer Weg) entstanden einzeln stehende Wohnhäuser in einem traditionalistische Stil.

Wolfsfelde

Wolfsfelde

Die historische Aufnahme von A. Thieme aus den 1920er Jahren zeigt Einwohner Wolfsfeldes zur Erntezeit vor Waren-Verein und dampfbetriebener Dreschmaschine (Lokomobile und Dreschmaschine vermutlich aus der Fabrikation der Fa. Wolf).

Die Siedlung Wolfsfelde gehört gemeinsam mit Lüttgen-Salbke zum statistischen Bezirk Lüttgen-Salbke und befindet sich im Stadtteil Salbke.  Sie liegt im äußersten Westen des Stadtteils an der Ottersleber und Sülldorfer Straße, sowie im südlichen Teil der Beyendorfer Straße. 
Westlich grenzen die Stadtteile Hopfengarten und Beyendorfer Grund an. Wolfsfelde zieht sich entlang der Bahnstrecke Magdeburg–Thale, welche die Grenze bildet. 
Östlich von Wolfsfelde befindet sich unmittelbar die Siedlung Lüttgen-Salbke. 
Im Süden befindet sich eine stillgelegte Bahnstrecke, welche früher die Bahnstrecke Magdeburg-Halberstadt mit dem Buckauer Rangierbahnhof verband, sowie die Wohnsiedlung auf dem Spionskopf.
Wolfsfelde wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem als GmbH gegründeten Spar- und Bauverein Wolfsfelde als Wohnsiedlung für Arbeiter und Werkmeister der Maschinenfabrik Buckau R. Wolf errichtet. Hieraus resultiert auch der Name der Siedlung. Finanziert wurde die Kolonie Wolfsfelde zunächst mittels Darlehen der Wolfschen Maschinenfabrik. Es wurden Geschoßwohnungsbauten errichtet. Aufgrund des finanziellen Scheiterns des Spar- und Bauvereins Wolfsfelde, wurde die Siedlung schließlich von der Maschinenfabrik Wolf übernommen und dann als Werksiedlung weitergeführt. 
Da in den 1920er Jahren das benachbarte Lüttgen-Salbke immer weiter in Richtung Westen ausgebaut wurde, verlor Wolfsfelde bald seine isolierte Lage.
Am 12. April 1945 rückten die US-amerikanische Truppen, von Ottersleben kommend, in Wolfsfelde ein und stießen in Richtung Salbke weiter nach Osten vor.
Die 1896 eingeweihte Bahnstrecke für den Güterverkehr südlich von Wolfsfelde wurde am 7. Dezember 1995 eingestellt. Im Jahr 2010 begann die Sanierung der Siedlungsgebäude.

Spionskopf

Spionskopf

Spionskopf

Der Spionskopf ist eine Bodenerhebung im Magdeburger Stadtteil Salbke.
Der im Süden von Magdeburg gelegene Hügel erreicht eine Höhe von 72,5 Metern. 
Auf einer erhöht liegenden, zum Spionskopf gehörenden Plattform befinden sich heute Wohnhäuser und mehrere Kleingartenanlagen.
Der Name „Spionskopf“ rührt wahrscheinlich von der Vermutung her, dass bei Belagerungen der nördlich gelegenen Magdeburger Altstadt Beobachter von dieser Anhöhe das Geschehen innerhalb der Stadt ausspioniert haben.
So soll der Punkt eine besondere Bedeutung bei der Belagerung Magdeburgs durch Tilly während des Dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1631 gehabt haben.
Auch im zweiten Weltkrieg war er von gewisser strategischer Wichtigkeit.
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden bei Baumaßnahmen auf dem Spionskopf diverse alte Skelette gefunden.
Man vermutete damals, dass sie aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammen.

Sülze

Sülze

Die Sülzemündung

Die Sülze, die dem Ort Salbke den Namen gibt, entspringt bei Stemmern und mündet in Salbke in die Elbe. Ihre Länge im Magdeburger Stadtgebiet beträgt 3,5 km. 

Im Oberlauf von Stemmern bis zum Passieren der Stadtgrenze hat sich durch das Austreten von Salzsohle an die Oberfläche eine typische Salzflora entwickelt. In diesem Bereich erfolgt eine starke Aufsalzung der Sülze, die aber durch Verdünnung bis letztendlich zur Mündung in die Elbe abnimmt.

Von der Stadtgrenze bis zur Brücke "Schweineanger" ist die Sülze nur ein bedingt naturnaher Bach mit Wasserpflanzen, der gelegentlich mit Röhricht bewachsen ist.
Das Profil des Gewässers ist zwar trapezförmig, aber nur wenig verbaut, da der Bach überwiegend durch nicht dicht bebaute Flächen führt. Mit dem Eintritt in den bebauten Bereich Magdeburgs nimmt der Ausbaugrad und die Verschmutzung zu.
Im Bereich der Unterführung Ottersleber Straße/ Faulmannstraße erfolgte ein Ausbau der Sülze mit Steinen. Bis zur Elbe sind die Grabenränder ausgebaut. In den Uferzonen sind vereinzelt Gehölze vorhanden.